Der Rotstock stellt genau betrachtet einen Vorgipfel des Eigers, Berner Oberland / Jungfraumassiv, an dessen Westkante dar. Vom Tal aus gesehen wirkt er recht unscheinbar, was vor dem Panorama der gewaltigen Eigernordwand nicht verwunderlich ist. Der Klettersteig wird als mäßig schwierig eingestuft, zeichnet sich durch hervorragende Qualität der gesamten „eisernen“ Technik aus und bietet auf 400 Höhenmetern feinste Kletterei im Angesicht des Eigers.
Ausgangs- und Endpunkt der Tour: Station Eigergletscher (2.320 m) der Jungfraubahn Route: Von der Station Eigergletscher auf den Eigertrail entlang, bis zum Chräjenbiel. Von dort rechts den breiten Grasrücken auf dem Trampelpfad hinauf zum Einstieg in den Klettersteig, einen unüberriechbaren Einschnitt zwischen Eigernordwand und Rotstock. Oder die schnellere aber schwerere Variante: vom tiefsten Punkt vor dem Aufschwung zum Chräjenbiel, kurz nach dem großen Block, von einigen wenigen Steinmännern geleitet, weglos über die Schutthalde hinauf. Bis hierher ca. 45 min. Hier nun über Leitern und an Drahtseilen hinauf auf den ersten Aufschwung. Dann dem Pfad folgend in eine Nische zum Stollenloch der ehemaligen Station Rotstock der Jungfraubahn. Einen mächtigen Aufschwung aufwärts in eine breite Rinne, quasi der Trennlinie zwischen Rotstock und Eiger – Westgrat. Von dort über Stufen, Bänder und eine uralte Leiter bis in die Eiger – Westflanke hinein. Danach den Ostgrat, mit kurzen Leiter- und Drahtseilpassagen, hinauf zum Gipfel. Einstieg bis Gipfel ca. 45 min. Abstieg: Abstieg zunächst, analog dem Aufstieg, über den Ostgrat bis in die Westflanke des Eigers. Diese jetzt hinab bis zur Station Eigergletscher. Reichlich Steinmänner zeigen über Schuttfelder und Stufen (teilweise mit Seilen versichert ) den Weg ins Tal. Gipfel bis Bahnstation ca. 1 Stunde. Kartenmaterial: Landeskarteder Schweiz Interlaken, (Bundesamt für Landestopographie / 254T) Führer: Tourbeschreibung aus „Alpin 8/2003“ / Berichte aus dem Internet unter www.grindelwald.com / www.h-life.via-appia.de / www.dietmar-hahm.de |