 Die Alpspitze ist eine formschöne Felspyramide, die aus Norden kommend schon von weitem sichtbar majestätisch über Garmisch-Patenkirchen aufragt. Sie scheint aus dieser Perspektive selbst die mehr als 300 m höhere Zugspitze zu überragen. Was auf den ersten Blick kaum möglich scheint: sie ist ein idealer Berg für alle möglichen bergsportlichen Spielarten, vom Sportklettern in der Nordflanke, Erwandern aus dem Grieskar, über Winterbergsteigen bis hin zu zahlreichen gut ausgebauten Klettersteigen. Dabei ist die "Alpspitz-Ferrata", auch "Nordwand-Ferrata" genannt, der wohl bekannteste Klettersteig. Er ist aber auch Ausdruck dafür, wie man einen Berg mit Metall verunstalten und gut gemeinte Sicherheit übertreiben kann. Wir sind ihn in Kombination mit dem Abstieg über den Ostgrat und die anschließende Querung durch die Nordwand zurück zum Ausgangspunkt gestiegen.
Talort und Ausgangspunkt: Garmisch-Patenkirchen, Bergstation der Osterfelderkopf-Bahn; Anforderungen: im Abstieg teilweise I abklettern, ansonsten für jeden halbwegs ambitionierten Klettersteiggeher geeignet, auch für Kinder zu empfehlen. Aber Achtung: trotzdem nicht unterschätzen! Der Zustieg: Von der Bergstation der Osterfelderkopf-Bahn auf markiertem Steig in ca. 10 min zum Einstieg. Die Route: Am Einstieg steht ein Wegweiser, dann immer den Leitern und Seilen nach, ca. 1 1/2 Stunden zum Gipfel. Der Abstieg: Unsere Version: über den Ostgrat (auf Markierungen achten und nicht in die steinschlaggefährdete Ostflanke absteigen) in Richtung Schöngänge, bei Markierung (Schild) auf den Nordwandsteig wechseln und auf diesem die Nordwand zurück zum Einstieg queren. Ebenfalls ca. 1 1/2 Stunden. Literatur: "Wetterstein", Alpenvereinsführer, Bergverlag Rother - München, ISBN 3-7633-1119-X; Karte: Alpenvereinskarte 4/2 Wetterstein und Mieminger Gebirge, mittleres Blatt, mit Wegmarkierungen, Maßstab 1:25.000; Unser Team vom 30.07.2005: Simone Krüger, Hans-Torsten Krüger, Aldo Bergmann |