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8. Tag - (Leider) Das Ende
Von Brennersgrün nach Blankenstein
20 km

oder:
die Kunst, nicht zu langsam zu wandern

Was soll man zu diesem Tag schreiben!? Uns war schon in Spechtsbrunn klar, dass wir die Runst, die an der Schmücke noch auf Messers Schneide stand, schaffen werden.  Aber heute war es soweit.
Als wir und von Brennersgrün auf den Weg machten, war es anders als sonst. Es war ruhiger, bedächtiger und das Wissen um das nahende Ende bremste uns. Irgendwie wanderten wir nicht, wir bummelten durch die Landschaft.
Und je näher wir an Blankenstein heran kamen, umso spürbarer wurde dieses Phänomen.

Letztmalig geht es durch herrliche Wälder, die Berge sind schon seit langem nur noch sanft und haben die Härte der ersten Tage verloren, und immer mehr geht die Landschaft in weite Felder über und schließlich folgt der Rennsteig

einer Landstraße in das durch die hohen Essen der Papierindustrie schon frühzeitig erkennbare Blankenstein an der Saale. Dort war unser Ziel, eine Woche zuvor hatten wir es noch heißersehnt, aber jetzt wollten wir es eigentlich nicht erreichen. Zu schön waren die Tage auf dem Rennsteig, zwar auch anstrengend, aber erholsam und genussreich. Christiane hatte sich in die Landschaft verliebt, der schon immer mein Herz gehört hat und sie war um eine Erfahrung reicher: man kann eine Woche nur mit einem kleinen Rucksack leben ;)

Aber nun zum Finale:
In Kießling, nur ca. 2 km vor dem Ziel, sind wir im Gasthaus "Zum Grünen Baum" noch einmal eingekehrt (eine herrliche, wohl 30 Jahre nicht renovierte, Gaststätte mit dem Charme der DDR-Zeiten - und teilweise auch den Preisen) und hatten uns entschlossen, eine Flasche Sekt mitzunehmen. Freundlicherweise gab uns die Wirtin sogar zwei Gläser dazu.
Dann ging es erbarmungslos abwärts: Blankenstein, die Überquerung der Bahn, Treppe zur Selbnitz/Saale.
Und dann war die Stelle erreicht, die das Ende war: die Brücke über die Selbnitz, an der ein großes R den Beginn oder das Ende des Rennsteiges kennzeichnet.
Wir haben uns in den Arm und die Steine aus der Werra in die Hand genommen.
Es war schwer, sie loszulassen.

Noch lange haben wir am Ufer der Saale/Selbnitz gesessen und unseren Sekt getrunken - und auch wieder gelacht!

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Bild 1: Der Rennsteig verliert sich zunehmend in sanften Wiesen und Feldern
Bild 2: Einer der zahlreichen Aussichtspunkte
Bild 3: Blankenstein ist erreicht, jetzt geht es nur noch bergab
Bild 4: Das Rennsteigrelief am Bahnhof Blankenstein
Bild 5: Auf der Brücke der Selbnitz
Bild oben: Abschlussfoto - die Tour ist vorüber

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Eckpunkte dieser Etappe (die Angaben zum Kilometer beziehen sich auf den gesamten Rennsteig):
Brennersgrün, 147 km - Grumbach, 151 km - Rodacherbrunn (Imbiss), 154 km - Schlegel (lohnendes Gasthaus) 161,2 km - Kießling (das Gasthaus sollte man gesehen haben), 166 km - Blankenstein, Selbnitzbrücke an der Saalemündung, 169 km