Tegernseer Hütte Roßstein BuchsteinTegernseer Hütte (1650 m)

Über die Tegernseer Hütte im bayrischen Alpenvorland finden sich viele Attribute in der einschlägigen Literatur. So soll sie trotz ihrer nur geringen Höhen eine der schönst gelegenen Hütten des Alpenvorlandes sein. Das kann wohl nur der beurteilen, der die restlichen Hütten kennt. Zweifelsohne aber ist diese Hütte des Deutschen Alpenverein e.V. mit ihrer Lage in der schmalen Scharte zwischen Roßstein und Buchstein und ihrer grandiosen Aussicht auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer hier auf der Terrasse sitzt, erntet den Lohn für die Mühen eines Aufstieges, der es durchaus in sich hat.

germanyLage: Die Tegernseer Hütte liegt in der Scharte zwischen Roß- und Buchstein im Mangfallgebirge in der Nähe des Schlier- und Tegernsees, oberhalb von Kreuth.

Klettermöglichkeiten: Zahlreiche Kletterruten bis in die oberen Schwierigkeitsbereiche in unmittelbarer Hüttennähe am Roßstein, der Roßsteinnadel und am Buchstein.

An - und Abmarsch:  Auf der B 307 durch Kreuth bis zum PP ca. 200m hinter Bayerwald (855 m). Von dort auf markierten Weg RB 2 über die Sonnbergalm (unbedingt einkehren - leckerer frischer Kuchen!), zuletzt kurzer Klettersteig oder den Roßstein deutlich länger umgehend in ca. 2 Stunden zur Hütte.

Karte: Alpenvereinskarte Nr. 7/1  Tegernsee - Schliersee, Maßstab 1:25.000;

Informationen / Homepages: Tegernseer Hütte / Hütteninfos der DAV-Sektion Tegernsee

Auf Tour in dieser Gegend: vom 17.08.-19.08.2007 Thomas Kobbe und Aldo Bergmann

 Track - Karte als Wanderempfehlung     Überflug mit Google-Earth  

Das Vorstellen einer "lohnenswerten Wanderung" ist wahrlich eine sehr subjektive Angelegenheit, denn jeder erlebt seine Umwelt anders. Und steigt man von Bayerwald mit dem Ziel Tegernseer Hütte auf, dann scheint zunächst nichts lohnend zu sein. Von Null ist man auf Hundert, denn es geht steil bergauf, durch dichten Wald und dann noch auf einem Pfad, auf dem "Abschneider" wohl regelmäßig ihren bösen Beitrag zur Erosion leisten und der dadurch teilweise unschön und eher verwirrend ist.
Erreicht man dann aber nach ca. 600 hm und etwa 1 Std. 15 min Gehzeit bei 1480m die Wiesen der Sonnberg-Alm, dann verschlägt es einen doch den Atem: vor einem türmt sich plötzlich das mächtige Massiv des Roß- und Buchsteins auf, das auf dem ersten Foto wegen der Perspektive und des wolkigen Wetters leider eher kläglich wirkt. Von hier sind es dann weitere ca. 150 hm bis zu der in der Scharte gelegenen Tegernseer Hütte, auf Bild 2 aufgenommen vom Gipfel des Roßsteins. (Oberhalb der Hütte: der Gipfel des Buchsteins)
Ab jetzt wird der Aufstieg ein Genuss, ab jetzt hat sich jeder bisherige schweißtreibende Höhenmeter gelohnt. Das beginnt schon bei der netten kleinen Almwirtschaft der Sonnberg-Alm, die man schon wegen des frischen Kuchens unbedingt nicht auslassen sollte. (Bild 3)

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Und das setzt sich mit einem kleinen aber feinen Klettersteig, auf den man sich wirklich nur wagen sollte, wenn man trittsicher ist und keine Probleme mit der Höhe hat, fort. Schilder (Bild 4) weisen auf diesen etwas gefährlicheren Bereich hin - wer sich nicht traut, folgt einfach dem Wanderweg und erreicht die Hütte etwa 45 min später, dafür aber sicher. Wir mit Thomas haben natürlich die Steganlagen genutzt und gestaunt, wie es hier zur Sache geht. (Bild 5)
Hat man dann bei ca. 1650 m die Hüttenhöhe erst einmal erreicht, geht es auf schmalem Pfad direkt oberhalb der senkrechten Wände durch Latschendickicht weiter. (Bild 6) Ab hier heißt es dann immer wieder: stehen bleiben und die großartige Sicht genießen (Bild 7)
Aber selbst, wenn man nicht stehenbleibt, verpasst man nichts. Denn von der Terrasse der Hütte kann man beim Bierchen (natürlich auch bei anderen Getränken) in aller Seelenruhe die Herrlichkeit dieser Welt genießen.

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Bild 8: Blick in Richtung Karwendel, rechts die Roßsteinnadel, ein einzeln stehender Gipfel mit sehr schönen Kletterrouten.
Bild 9: auf der Terrasse, im Hintergrund der Gipfel des Roßsteins, den man auf ausgetretenem Pfad in ca. 15 min erreichen kann.
Wir haben uns beim Verlassen der Hütte entschieden, nach Norden abzusteigen, um auch diesen Bereich kennen zu lernen. Das entspricht dann übrigens auch dem sicheren Auf- und Abstieg. Dieser Weg ist zwar nicht ganz so lohnend und landschaftlich deutlich weniger schön, als die Südseite, hat aber auf jeden Fall auch seine Reize. Und wie man auf Bild 10 erkennen kann, liegt die Tegernseer Hütte auch nordseitig sehr exponiert.

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Fazit: Wir hatten diese Hütte wegen der umliegenden Kletterziele als Stützpunkt ausgewählt und waren angenehm überrascht, eine solche Perle vorzufinden. Wer in der Gegend um den Tegernsee Urlaub macht, sollte sich die Wanderung zur Tegernseer Hütte auf jeden Fall gönnen, sie lohnt allemal.

Weitere Tourenberichte im Zusammenhang mit dem Besuch dieser Hütte:

Roßsteinnadel Westgrat
Roßstein Zwerglrutschbahn
Roßstein Westpfeiler
Buchstein Normalweg

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