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Ralf am Standplatz auf dem SchweizermühlenturmTour 6/2010
29.08.2010
Das war eine schwere Geburt,

Für die Beschreibung über die Bilder fahren

denn es hat genau neun Monate und einen Tag gedauert, bis es endlich wieder einmal soweit war: ich habe auf einem neuen Sachsengipfel gesessen!
Am 28. November 2009 war ich gemeinsam mit Thomas Kobbe und Ralf Hanke im Bielatal unterwegs, da hatten wir zu dritt schließlich auf dem Bielazwerg gestanden.
Dann aber ging lange irgendwie nichts mehr. Klar, der Winter war lang und hart und immerhin waren wir im Eis unterwegs. Auch im Zittauer Gebirge waren wir oft. Aber das sächsiche Elbi … das war heuer ganz schön auf der Strecke geblieben.
Dann endlich ein Lichtblick für den 28. und 29. August. Gemeinsam mit Ralf Hanke sollte es in die Felsenwelt gehen. Der Vorfreude folgte alsbald die Ernüchterung: sch… Wetter war (wieder einmal) angesagt. Also war der Samstag von vornherein erledigt. Aber Sonntag: da sollte es etwas besser aussehen, wir würden auf jeden Fall fahren!

Die Tour auf den Schweizermühlenturm beginnt mit Abseilen vom MassivAlles richtig gemacht!
Gegen 10 Uhr standen wir im Bielatal, Kletterfreunde und regelmäßige Leser meiner Berichte wissen: da geht selbst bei schlechtem Wetter fast immer was, und konnten uns trotz kalten Windes sogar über etwas Sonne freuen.
Und dann: Tätärätä! Tatsächlich saßen wir nach der Durchsteigung des im unteren Bereich grauenhaft schmierigen Alten Weges auf dem Kapuziner.
Wenig später legte Ralf endlich seine sturzbedingte Hemmschwelle ab und am Schweizermühlenturm einen knackigen Vorstieg mit zwei Überfällen hin.
Zwei neue Gipfel, dazu zwei der wenigen mir fehlenden im Bielatal – Herz, was willst du mehr!
Das hatten sich wohl auch die Wettergötter gedacht, denn hier war ihre Geduld (danke jedenfalls dafür) zu Ende. Regenschauer setzten ein, es wurde ungemütlich.

Früher hätten wir krampfhaft weiter geklettert und wären irgendwann frustriert nach Hause gefahren. Heutzutage gibt es ein Ersatz-, nein, ein gleichwertiges Hobby: Geocaching!
Und so fanden wir uns neben einigen kleinen nicht erwähnenswerten Caches schließlich im „Cottaer Sandstein“ Wieder.
Ein Geocache der höchsten Schwierigkeitskategorie, T5. Zu ersteigen war ein mitten im Wald stehender Brückenpfeiler. Ein echt abenteuerliches Unternehmen.
Wenig später knackten wir einen weiteren T5er, den „Master of Bridge“ in Pirna, ein noch abartigeres Unternehmen! Hier allerdings ließen wir die Kletterkünste (für Kenner: man hätte eine Seilkonstruktion errichten und hochprusiken müssen) außen vor, nahmen unsere Köpfchen, etwas von unseren Bastelfähigkeiten – und siehe da … naja, siehe Fotos ;)

Am Ende ein mehr als runder Tag mit vier kleinen und doch so großartigen Erfolgen.
Klar, dass da die nächste gemeinsame Tour schon fast fest steht! Im Fels und an der Dose ;)

Touren des Tages:
Kapuziner - Alter Weg II
Schweizermühlenturm - Bergweg III

Übrigens: auch Volker war in den letzten Monaten wiederholt im Elbi unterwegs - jetzt habe ich endlich auch seine Gipfelstatistik vervollständigt - sorry für die Verzögerung nach Peitz, am besten wir fahren zukünftig mal wieder zusammen, dann klappt es gleich ;)
 

 
Geocache "Cottaer Sandstein",
Links: erst geht es ca. 12 m hoch, die letzten Meter
ohne Eisenklammen, dann
rechts: geht es im Pfeiler wieder bergab - irre Tour!
Geocache "Master of the Bridge!
Links: da oben, heller Fleck, hat so ein Scherzkeks das Döschen platziert und rechts: so haben wir das T5-Problem ohne klettern spielend gelöst ;)


Die Gipfelstatistik  und das Blatt Bielatal 1 sind mit diesen Touren aktualisiert worden.
Wenn dich weitere Berichte dieser Art interessieren, dann sieh im Tourenarchiv nach.
 

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