Und irgendwie war dann zwar immer noch nichts verloren, aber plötzlich war der -Wurm drin! Die als einzige Unbekannte der Tour vorgesehene "Obrigenwand" in den Schrammsteinen stand zwar wie erwartet am Weg, aber die einfachen Aufstiege entpuppten sich als schmierige unangenehme Angelegenheiten, die einfach nicht gingen. Also wieder runter, Zeitverlust mit eingepackt und ab zum "Bierdeckel", Variante zum Alten Weg, IV, geklettert, der schwerste Weg der ganzen Tour. Das Schmilkaer Gebiet war schnell erreicht und "abgearbeitet", jetzt sollte das Heimspiel am "Rübezahlturm" in den Affensteinen folgen, immerhin waren wir da 2006 Jahreserste. Der Gipfel selbst war dann auch tatsächlich kein Problem, nur der Weg dorthin. Wir haben einfach den richtigen Abzweig verpasst und mussten im großen Bogen über den unteren Fremdenweg zusätzliche Meter in Kauf nehmen. Nächstes Ziel war dann die "Wartburg" im Kleinen Zschand. Aus meiner ersten Kletterzeit Ende der siebziger Jahre kannte ich eine tolle Abkürzung. Komm mal fast 30 Jahre später in den gleichen Wald! Ich fasse es kurz zusammen: als wir nach dem heftigsten Verlaufer des Tages gegen 21 Uhr kurz vor dem Gipfel standen, hatten wir zwar "nur" noch vier Gipfel und wenige Kilometer vor uns, auch zeitlich war bis 24 Uhr noch alles drin, aber die Luft war raus. Im letzten Tageslicht kehrten wir in der Neumannsmühle ein, genossen das Nachlassen der Schmerzen in den Fußsohlen und endlich ein fettes Bierchen. Wir hatten unser Ziel zwar nicht erreicht, mit ca. 53 Kilometer und 9 Gipfeln aber eine irre Tour erlebt. Und wer mich/uns kennt weiß: das lassen wir natürlich so nicht auf uns sitzen! Unsere kleinen und großen Fehler waren Anlass für uns, zu lernen. Wir haben an der Wegstrecke und an den anzusteuernden Gipfel gefeilt - und werden es erneut versuchen. Irgendwann demnächst! Und dann verraten wir Tourverlauf und alle Gipfelnamen natürlich gern ;))) |