Startseite - Elbsandsteingebirge - Tourenberichte - Falkenstein / Schusterweg III

Der Falkenstein ragt majestätisch und mächtig am Rande der ohnehin schon beeindruckenden Schrammsteinkette auf.
Er ist der massigste freistehende Fels der gesamten Sächsischen Schweiz und erinnert stark an die Bilder des Grand Canyon. Zahlreiche schwere Kletterrouten umrahmen diesen Sandsteinkollos, aber auch gemäßigte Kletterer im unteren Schwierigkeitsbereich (wie wir ;)) finden hier einen nicht nur brauchbaren sondern sogar herausragenden Aufstieg, der im Elbsandstein seines gleichen sucht: den Schusterweg!
Am 27.09.1892 eröffneten O. Schuster und M. Klimmer diese beeindruckende Route durch die Ostflanke.
Folgt uns doch einfach auf dieser großen Route durch eine große Wand!

Klick hier oder auf das erste Bild und folge der Galerie, die zahlreiche weitere Fotos enthält.
Die technischen Angaben zu dieser Kletterroute findest Du unter der Galerie.

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Der Falkenstein

Einstiegsrinne

Querband

Porzellankante

Kriechband

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ReibungUnterer ReitgratOberer ReitgratGipfelAbseilpiste

 

Talort und Ausgangspunkt: Bad Schandau /Postelwitz / Ostrow, Zustiegsdauer zwischen 25 und 35 min;

Anforderungen: III, der Vorsteiger sollte diesen Grad aber sicher beherrschen, teilweise eher als IV zu bewerten. Und, was im Elbsandstein nicht typisch ist: man sollte das Einrichten von Standplätzen usw. in Mehrseillängenrouten beherrschen.

Die Route: (Direkt verlinkt zu den Bildberichten)

1. Seillänge, 30 m
Im linken Bereich der Ostflanke über großen Block mit deutlichen Steigspuren in eine schluchtartige Rinne,oben links haltend durch engen Kamin zum großen Band. Standplatz kann dort an einem großen Block eingerichtet werden. (Große Bandschlinge)

Zwischenstück
Auf dem Band aus Sicht der Aufstiegesrichtung ca. 20 m nach rechts queren (vierte Abseilöse). Dort befindet sich in einem Winkel die so genannte Porzellankante.

2. Seillänge, 15 m
Im Winkel zunächst rechts an gut griffiger Wand, dann als Verschneidung, oben in die linke Wand wechselnd aufwärts zu einem Nachholring unter einem Dach. 

3. Seillänge, 15 m
Von diesem Standplatz den aus Sicht der Aufstiegesrichtung rechts wegführenden schrägen Kaminen (Kriechband) bis zu deren Ende folgen (Keinesfalls in den Kamin, der das Kriechband nach wenigen Metern unterbricht, aufsteigen!) und Stand an einem Ring, der sich genau dort befindet, wo man sich aufrichten kann.

4.Seillänge, 30 m
Von diesem Ring leicht rechts einsteigend in Reibungskletterei über mehrere Buckel in die rechte der Rinnen zwischen drei pilzartigen Felsaufbauten (nicht vom Ring weiter links beirren lassen!), hinter dem Felsaufbau nach rechts an der Schusterplakette vorbei in einen tunnelartigen Kamin absteigen. Standplatz bitte nicht an der riesigen nicht zu übersehenden Sanduhr, da die Platte sehr dünn und brüchig ist. Es gibt zahlreiche andere gute Sicherungsmöglichkeiten im Kamin. (Dieser Hinweis ist am 11.07.2008 auf ausdrückliche Bitte des SBB; KTA, hier angebracht worden!)

5. Seillänge, 20 m
Vom Standplatz in der Höhlung ist der Einstieg in den unteren Reitgrat schon wegen der Felsabnutzung nicht zu übersehen. Dort mühevoll einsteigen und dem Grat bis zu seinem Ende folgen, an dem man auf eine Art Rippe an der gegenüberliegenden Wand treten und links haltend bei oder hinter einer Rippe an einem überdachten gut griffigen Wändchen auf einen großen Absatz, besser bezeichnet wohl als eine große Schlucht, aussteigen kann. (Nicht einfach für III)

6. Seillänge, 15 m
Aus der Schlucht muss man in einen Kamin übertreten, vor dem sich links ansteigend eine Rippe aufwärts zieht, der obere Reitgrat. Dem folgen, bis oben nach rechts über eine kurze Wandstufe auf den Gipfel ausgestiegen werden kann.
Zum Gipfel
Das Gipfelbuch befindet sich vom Aufstieg links haltend über Buckel aufwärts unter einem riesigen Block. Dort beginnt auch die Abseilpiste durch die Ostwand.

Abstieg:
Abseilpiste durch die Ostflanke zurück zum Einstieg,
1. 20 m - zu einer kleinen Kanzel in einem hohen Kamin (sehr eng, drei Personen dürften da die Grenze sein!)
2. 23 m - auf ein überwölbtes Band - die Öse ist beim Annähern von oben gut zu erkennen,
3. 18 m - auf das große Sandband, auf dem die erste Seillänge endet,
4. 25 m - zum Felsfuß, die Öse befindet sich im Bereich der Porzellankante

Literatur: Kletterführer Sächsische Schweiz, Band Schrammsteine /Schmilkaer Gebiet, Berg- und Naturverlag Peter Rölke, ISBN 3-934514-01-4

Karte: "Große Karte der Sächsischen Schweiz", 1:30000, Rolf Böhm, Bad Schandau, ISBN 3-910181--09-0
(Die im gleichen Verlag erschienene Karte "Schrammsteine, Affensteine, 1:10000,  ist ungünstig, da der Falkenstein genau auf der Kartengrenze liegt)

Unsere Seilschaften: 12.07.2004 Aldo Bergmann, Ralf Hanke (begleitet solo von Valentin Preußmann) / 03.07.2005 Aldo Bergmann, Kathrin Wiesner, Dirk Wiesner / 01.04.2006 Steffen Große, Elke Krönert, Aldo Bergmann / 06.04.2007 Aldo Bergmann, Volker Roßberg / 15.09.2007 Thomas Kobbe, Aldo Bergmann / 01.12.2008 Aldo Bergmann, Maria Roßberg, Volker Roßberg / 20.06.2010 Dirk Fechner, Carmen Simmanck

Meine bisherigen Seilgefährten im Schusterweg im Bild

Ralf HankeKathrin WiesnerDirk WiesnerElke KrönertSteffen Große
Volker RoßnergThomas KobbeMaria RoßbergCarmen SimmanckDirk Fechner

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