Jahresrückblick 2025 – Gehen, Kommen, Hoffen – Leben eben
Auch wenn ich es im letzten Jahresrückblick als vermeintlichen Fehler erkannt hatte, habe ich mir 2025 für diesen kurzen Rückblick abermals Notizen zu all dem gemacht, was wir erlebt haben – zunächst. Dann aber habe ich es, jetzt bemerkt, einfach vergessen. Denn da waren dann Dinge, Zeiten, die wohl nicht aufgeschrieben werden wollten – und trotzdem waren und wie alles, was gewesen ist, in der Erinnerung immer sein werden.
2025 hatte nach Durchsteigung der Häntzschelstiege in der Silvesternacht anders, besonders und damit vielversprechend begonnen. Noch im Januar war es durch das tiefverschneite Gebirge, u.a. zur herrlichen Webergrotte, später dann, ohne Schnee, durch den Uttewalder Grund, auf das Pohlshorn, naja, und auch durch einen Bach, der vorher nie aufgefallen war, gegangen.
Mit dem 1. PaUL50, dem Parkultralauf von Bad Muskau nach Branitz, Nachfolger unseres Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralaufes, fanden wir uns plötzlich im tiefsten Winter, bei heftigem Schneefall – und im Ergebnis bei einem wunderschönen gelungenen Lauferlebnis wieder.
„Wird schon gut gehen! Drücke alle verfügbaren Daumen.“, hatte Volker damals, inzwischen zu schwach, um selbst als Mitschöpfer unserer Idee eines eigenen Ultralaufes im Jahre 2014 vor Ort zu sein, auf meine Befürchtungen hinsichtlich des Wetters geschrieben, wenige Tage später, am Rande der Fastnacht / des Zapust in Dissen dann Kerstins Nachricht, dass nun wohl die letzten Tage und Stunden begonnen hätten, am 13. März schließlich war er seiner langen erbarmungslosen Krankheit erlegen!
Erst Ende November, mit dem Gang auf die Hohe Liebe, habe ich mit diesem so schmerzlichen Ereignis, zumindest halbwegs einen Abschluss finden können.
Aber wie das Leben so spielt: nur wenige Tage später, in der Osterzeit, schenken uns mein Sohn Max und seine Partnerin Vanessa eine Flasche Wein, ich „Blinder“ lese nur das Etikett „Immer das Kleingedruckte lesen“ und lese, weil so klein, genau das nicht. Almuth meinte nur: „Nun lies doch mal“ – und dann sind es wieder Tränen, diesmal Freudentränen: „Wir bekommen ein Baby“! Am 8. Oktober wird Romy geboren, bin ich plötzlich Opa!
So ist das Leben – Gehen und Kommen!
Dazwischen, rundherum, das Leben wie wir es lieben. Unterwegs im Iser- und Elbsandsteingebirge, tolle Klettertage am Jested, kleine und große Kultur u.a. mit „Linie 1“ Im GRIPs-Theater, „Falling in Love“ im Friedrichstadtpalast, „Lucia di Lammermoor“, „Eugen Onegin“ und „Hänsel und Gretel“ in der Semperoper, „Anatevka“ auf der Felsenbühne Rathen, und, und, und …
Auch läuferisch war das Jahr gut, wie immer ging es über den Rennsteig, zum zweiten Mal zum Auenseelauf nach Leipzig, erstmals zum knallharten Südthüringentrail und schließlich, wohl zum letzten Male, zum Mad Chicken Run mit immerhin neuem persönlichen Rekord. Findest du alles detaillierter in den Berichten auf dieser Seite, einige weiterführende, erklärende Informationen an der kleinen Bildauswahl zu diesem Beitrag.
Bleibt noch „Hoffen“ aus dem Titel dieses Jahresrückblicks.
Das aber soll für sich stehen bleiben, nur für uns selbst zu verstehen, aber verbunden mit der Hoffnung, dass wir es einmal erklären können, vielleicht mit genau der Hoffnung, mit der wir in das Jahr 2026 gestartet sind.
Wir wünschen Euch allen – und uns selbst – alles denkbar Gute für dieses Jahr
Berg – und alles andere – heil 2026!

