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Auf dem Gipfel Waltersdorfer HornFelsklettern reloaded, neu entdeckt und: Wenn die Nr. 1 zur Nr. 2 wird

Immer war etwas dazwischengekommen! Klar, wenn man als junges Wirtspaar, wie Christina und Falko mit ihrer Gaststätte und Pension "Am Weinberg" in Mittelndorf, ein gutgehendes Gasthaus führt, bleibt wenig Zeit für echte Freizeit. Vor allem nicht dann, wenn wir Freizeit haben. Und so mussten schon lange gewünschte gemeinsame Klettertouren immer wieder verschoben werden - bis dieser Tage, in denen das Ende noch bevorgestanden hatte!

Gemeint ist natürlich das Ende der zwangsweisen monatelangen Schließung des Hauses infolge der Corona-Pandemie. Dieses Ende nahte nun mit großen Schritten. Und Christina war es, die den Vorschlag gemacht hatte: könnten ihr nicht …

Klar konnten wir, und das nur zu gern! Denn auch wir durften nach monatelanger "Ver-/Behinderung" endlich endlich endlich mal wieder ein ganzes Wochenende verreisen - die Ferienwohnungen in Sachsen hatten bereits geöffnet! Herrlich!

Und dann, am Freitag gegen 15:30 Uhr, war es so weit! Strahlendes Begrüßen an der Felsenmühle im Kirnitzschtal und Aufstieg zum idealen Anfänger- und Wiedereinstiegsgipfel, dem Rabentürmchen.  Christinas Traumgebiet waren zwar die weißen Felsen des Gamrigmassives bei Rathen, aber unsere letzte gemeinsame Bergfahrt, ihre letzte Kletterei, lag fast zehn Jahre zurück. Falko als absoluter Neuling musste erst einmal einen sanften Einstieg in diesen Sport finden! Und dafür ist dieser Felsen in den Lorenzsteinen geradezu ideal.

Alles andere als ideal war der Zustieg. Schon oft waren wir von der Felsenmühle kommend den kurzen knackigen schweißtreibenden Anstieg über den Bergsteigerpfad hochgestapft.  Diesmal kommt als Attribut "verstopft" dazu - seht euch einfach die Bilder vom Aufstieg an, sie sagen alles und spiegeln einmal mehr das Drama des Waldes wider, das ich hier schon wiederholt in meinen Beiträgen angesprochen habe.

Windbruch im Kleinen Zschand  Borkenkäfer und Misswirtschaft  Aufstieg zum Rabentürmchen  Windbruch Borkenkäfer Fichten

Almuth und Aldo Bergmann, Christina uns Falko Nehls  Falko Nehls, Rabentürmchen, Alter Weg  Christina und Falko Nehls Rabentürmchen  Christina Nehls seit vom Rabentürmchen ab

Das Klettern auf diesen herrlichen Aussichtsgipfel lief bestens, Christina besann sich auf ihr Klettervermögen, für Falko wurde es wie einst für Almuth völlig problemlos der erste Gipfel. Auch das Abseilen und Kletterversuche im vierten Schwierigkeitsgrad ließen keine Zweifel aufkommen: wir sind ein gutes Team und dem Klettern am Gamrig steht nichts im Wege.

Schon kurz nach 9 Uhr des Folgetages rollten wir auf den kleinen Parkplatz nahe des Massives und waren damit unter den ersten einer scheinbar endlosen Blechkaravane, die später sämtliche Parkplätze und Zufahrtsstraßen erbarmungslos zuparken würde. "Vom Eise befreit sind ...", ähh, "Von Corona befreit sind unsere Wege ..." - die Menschen stürmen in Scharen in die Natur!
Überraschend für uns war dann, dass der Andrang von Kletterern eher bescheiden und deutlich geringer als sonst hier üblich war.



Völlig ungestört ging es in einer Mehrseillängentour und einer 30m-Abseile auf das Waltersdorfer Horn und wieder hinab. Almuth wuchs über sich hinaus, als sie am Heidestein ihre Publikumsscheu überwand und kühn die von ihr mit deutlichem Respekt betrachtete Südwestrippe unter den Augen einer lustigen Männerschar, die hier offensichtlich eine Art Teambildung mit Bergführer veranstalteten, vorstieg.

Und schließlich saßen wir in brütender Sonne zu viert auch auf der Gamrigscheibe, die, wie die beiden Vorgänger auch, ein herausragender Aussichtsgipfel auf den Rathener Kessel und fast das gesamte Gebirge ist.

Bier auf den Klettererfolg  Einstieg Rippenweg am Waltersdorfer Horn  Abseilen vom Waltersdorfer Horn  Christina Nehls aus Mittelndorf

Heidestein Südwestrippe  Südwestrippe am Heidestein Gipfel Heidestein auf dem Gamrig  Abendreibung am Heidestein

 Gamrigscheibe Alter Weg  Klettergipfel Gamrigscheibe  Christina und Falko Nehls auf der Gamrigscheibe  Almuth Bergmann Gamrigscheibe

Christinas Wunsch, endlich mal wieder zu klettern und das am liebsten am Gamrig, war erfüllt. Für sie könnte man die Tage "Felsklettern reloaded" nennen.
Für Falko war es der Einstieg in diese Sportart und irgendwie hat es den Anschein gemacht, dass das Klettervirus zugeschlagen haben könnte.

Bleibt noch offen, was hinter "Wenn die Nr. 1 zur Nr. 2 wird" steckt.
In meinem Tourenbuch stehen in den fast 43 Jahren meines Bergsports bis zum heutigen Tage 97 Seilgefährten. Mit manchen war ich nur einmal oder wenige Male unterwegs, mit anderen öfters und mit Seilpartnern, wie Steffen Große, Dirk Wiesner und Ralf Hanke, weit über hundert Mal.

Und an denen hat sich Almuth, als meine Frau natürlich meine Nummer 1, nun fleißig "vorbeigearbeitet" und  mit den Begehungen dieser Tage den 2. Platz erreicht. Nur bis zu Volker, mit dem ich seit Anfang der 2000er Jahre 278-mal in einer Seilschaft unterwegs war, ist es noch ein weiter Weg.

Aber wir sind unterwegs. 

 

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