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Am Neujahrstag an der KleinsteinwandTour 01/2022 - Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten

Nachdem ich mich als letzter unserer Seilschaft eingebunden hatte, war ich plötzlich allein in der  Kleinsteinhöhle. Ein merkwürdiges Gefühl, nur die vielen Lagerplätze hatten noch ahnen lassen, dass hier gerade zahlreiche Kletterer schwatzten, lachten, sich präparierten, sich dann, flüchtenden Spinnen gleich, in verschiedenen Routen und Seilschaften zum Gipfel der Kleinsteinwand bewegten. Und dann, noch ehe ich meinen ersten Kletterzug 2022 machen konnte, lief mir ein Schauer über den Rücken!

Den zweiten von der Corona-Pandemie gezeichneten Jahreswechsel 2021/2022 hatten wird dank unseres Impfstatus bei unseren Freunden in Mittelndorf verbringen dürfen, wenn auch wegen der in Sachsen geltenden Einschränkungen nicht bei einem rauschenden Fest im Gasthaus, dafür aber im kleinen gemütlichen Freundeskreis. 

Nachdem wir mit Christina und Falko im ersten Halbjahr einige sehr schöne Bergfahrten erlebt hatten, dann aber aufgrund anderer Aufgaben lange nichts Gemeinsames mehr gegangen war, waren eine Jahresletzte und -erste Tour natürlich fest eingeplant.

Tatsächlich hatte das Wetter am Silvestertag zu unseren Gunsten mitgespielt, Sonne und ein lauwarmer Wind, viel zu warm für diese Tage, veredelten die Landschaft, trockneten den Fels. 

Almuth hatte die Ostkante (III*) am Laasenturm bei Rathen für diese Bergfahrt ausgewählt, souverän trotz der sehr rutschigen ersten Meter den Vorstieg absolviert und bald klang bei bester Laune unser letztes "Berg heil" des Jahres 2021 hinüber zur Bastei, zum Mönch, zur Lokomotive, überhaupt in die herrliche Felslandschaft des Elbsandsteingebirges.

Und mit einem wunderschönen roten Sonnenuntergang verabschiedete sich auf unserem Rückweg zum Parkplatz das Licht des letzten Tages 2021, wir hatten alles richtig gemacht!

Rauenstein an Silvester  Falko und Christina Nehls, Almuth und Aldo Bergmann  Laasenturm Ostkante  Christina Nehls am Laasenturm

Aldo und Almuth Bergmann  Falko Nehls seilt vom Laasenturm ab  Rückweg vom Laasenturm  Sonnenuntergang mit Abendrot an der Nonne

Kletterer an der BarbarineEin besonderes Geschenk von Falko, alias Eulenmacher.de, ein Kletterer an der Barbarine, echte Handarbeit. Mehr seiner Projekte findest du auf seiner Webseite www.eulenmacher.de Am Neujahrstag waren wir schnell auf den Beinen und wieder unterwegs. Zum Glück waren die angekündigten Regenschauer von der Wetterkarte verschwunden, es war bewölkt, mild, vom Regen der Nacht allerdings noch feucht. Für diesen Tag hatte ich die Kleinsteinwand ausgewählt, sie steht frei, der geplante Weg ist südöstlich ausgerichtet, der Wind würde sie hoffentlich schnell trocknen.

Während wir tags zuvor, westelbisch, vom Fichtensterben nichts bemerkt, nicht einmal daran gedacht hatten, sah es heute ganz anders aus: bereits bei unserer Tour zu diesem Gipfel mit Fechi im Oktober 2019 hatten wir den Kopf über den Zustand des Waldes geschüttelt, jetzt ist es dort um ein Vielfaches dramatischer. Nur über umgestürzte Bäume konnten wir den Aufstieg zur Kleinsteinhöhle erreichen und dort angekommen ...

… staunten wir nicht schlecht! Die Höhle war voller Kletterer und darunter, eine Überraschung, gute und flüchtige Bekannte, allen voran, für Christina und Falko guter Gast, für mich vor vielen Jahren ein guter Lehrer, Ratgeber: Bernd Arnold! Freudiges Händeschütteln, Neujahrswünsche, Smalltalk, was war das denn für ein herausragender Jahresbeginn!

Zustieg zur Kleinsteinwand  Fichtensterben  Begrüßung in der Kleinsteinhöhle  Neuer Weg an der Kleinsteinwand



Christina Nehls und Almuth Bergmann  Kleinsteinwand, Neuer Weg, 2. Seillänge  Auf dem Gipfel der Kleinsteinwand  Gipfelbucheintrag Kleinsteinwand

Und Almuth, die dem Meister des Elbsandsteingebirges erstmals persönlich begegnet war, stieg die Route, in der auch Bernd nachgestiegen war, deren zweite Seillänge, eine Reibung, sie nicht mochte, die ich deswegen übernehmen sollte, heute dann doch komplett vor, den "Goldstaub des Meisters aufsaugen" meinte sie lächelnd.

Ich jedenfalls war der letzte aller anwesenden Kletterer der die Höhle steigend verlassen wollte, doch noch ehe ich meinen ersten Kletterzug 2022 machen konnte, lief mir ein Schauer der Rührung über den Rücken - ich hatte es geahnt!
Die Gemeinschaft der auf dem Gipfel versammelten Bergsteiger hatte zu singen begonnen: "Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten..." 
Das war deren besonderer Jahresstart, der nun auch der unsere war, was für ein Klang, was für ein beeindruckendes Gefühl!

Bald saßen auch wir vier auf dem Gipfel und unser erstes "Berg heil" des Jahres 2022 klang über die Berge und Wälder der hinteren Sächsischen Schweiz, diesem wunderschönen Stückchen Erde!

Schnappschuss am Standplatz  Aldo und Almuth Bergmann  Abseilen in die Kleinsteinhöhle  Berg heil 2022

Blick vom Gipfel der KleinsteinwandGipfel der Kleinsteinwand

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