Tourenarchiv 2026
Unsere Touren in das Elbsandsteingebirge 2026
Tour 01/2026 – Jahresstart ohne Gipfel, dafür den Wölfen nahe
Diesen Augenblick hatten wir uns anders vorgestellt. Denn um 0 Uhr des 01.01.2026 wollten wir auf das Rabentürmchen steigen und mit dieser Jahresersten optimistisch in das neue Jahr starten. Doch schon bei der Anfahrt am 31.12. war es im starken Schneefall auf nach Regen spiegelglatten zugefrorenen Straßen nur schleppend vorangegangen, sind denn dann nicht auch die Felsen vereist?!
Nachdem wir den Start in das Jahr 2025 auf dem Langen Horn verbracht und später davon in der Buschmühle erzählt hatten, kam prompt der Vorschlag, den nächsten Jahreswechsel gemeinsam, eben mit der dort traditionellen Erstbesteigung des Rabentürmchens, zu begehen. Was für eine herrliche Aussicht!
Dann aber diese rutschige Anreise, und als es gegen 23 Uhr, wenigstens bis zum Fuß des Gipfels, immer noch in der Hoffnung, ihn vielleicht besteigen zu können, gehen sollte, goss es auf die ohnehin vorhandene Kombination aus Eis und Schnee!
Und so standen wir um Mitternacht auf dem Hof, wünschten uns in nur fernem leisen Donnergrollen und ohne Lichtblitze, nur einige Wunderkerzen funkelten, das Beste für das nun noch so junge Jahr.
Dass wir alles richtig gemacht haben, indem wir nichts gemacht hatten, ergab sich aus den Berichten derer, die am 01. Januar an die Felsen gezogen waren, während wir eine Wanderrunde durch den teils matschigen, teils gefrorenen Schnee des Großen Zschands drehten. Selbst die erfahrenen Kletterer bewerteten es als heikel, den sonst so einfachen Gipfel zu besteigen.
Bemerkenswert an der Wandertour über den sogenannten E-Flügel: frische Hundespuren – aber ohne „Herrchen“. Immer schön den Weg entlang, dann mal durchs Gebüsch, dann gleich mehrere … Ein Foto der Spur wurde kurzerhand mit Anfrage an einen Fachmann weitergeleitet – und tatsächlich: das waren Wolfsspuren. Man wisse, dass sich Wölfe hier aufhalten, aber wohl nicht ansiedeln. Es gäbe zu viele Touristen, sie fänden keine Ruhe!
Darüber können wir Brandenburger nur lachen – dicht besiedelt, wenig echte Rückzugsräume, trotzdem leben hier die Wolfsrudel. Bleibt zu hoffen, dass hier nicht eine neue Ausrede gefunden wird, um noch mehr Nationalpark zu sperren.
Später ließen wir unseren ersten Tag des Jahres mit einer Wanderung im Brand und einem frühabendlichen Besuch auf dem „Balkon der Sächsischen Schweiz“, der Brandaussicht nebst Brandbaude, ausklingen und genossen den Optimismus, der über den ungeplanten Jahreswechsel hinaus für das Jahr 2026 nicht nur geblieben, sondern irgendwie auch gewachsen war.
Ein schöner Start in das (Berg-)Jahr 2026, der schließlich mit dem Besuch der Neujahrsaufführung der Operette „Die Fledermaus“ in der Semperoper mit der Buschmüllerfamilie zudem noch ein großartiges Finale gefunden hatte.
