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grosser rotofenturmGroßerRotofenturm, 1369m
Berchtesgadener Rinne - III

Der Große Rotofenturm bildet den östlichen Abschluss des Gebirgsstocks "Lattengebirge" im Berchtesgadener Land. Wer diese Gegend schon bereist hat, kennt ihn vielleicht nicht vom Namen, jedoch sicherlich vom Sehen her: er ist die Nase der so genannten "Schlafenden Hexe".

Deutschland FahneUnser Ausgangspunkt: Hallthurm (an der B 20, kleiner Parkplatz in Richtung Bischofswiesen), von dort Aufstieg zum Rotofensattel. Gehdauer ca. 1 Std. 30 min. Dort angekommen befindet man sich direkt neben dem Kleinen Rotofenturm.

Aufstieg: Wir haben uns für die "Berchtesgadener Rinne", III (damals noch II, inzwischen als III bewertet), entschieden. Man verlässt den Rotofensattel und umgeht den Kleinen Rotofenturm am ausgesetzten Hang südlich (rechts), bis man an einen auffälligen steilen Grashang gelangt, der zwischen beiden Türmen aufwärts zieht. Diesen auf Steigspuren hinauf bis zum steilen Felsaufschwung (Gedenktafeln) und von dort in Kletterei durch die Rinne  bis zur Scharte. Diese rechts aufwärts verlassen über zwei steile Wandstufen zum Gipfel. Die Schlüsselstelle (III) ist der Einstieg in die Rinne, die sich von rechts einsteigend aber gut erreichen lässt.
3 Seillängen; Zwischensicherungen, Standplätze  (Bohrhaken) und Abseilstellen sind angebracht.

Literatur: Alpenvereinsführer "Berchtesgadener Land", Bergverlag Rother - München, ISBN 3-7633-1127-0,
Karte: Kompass, Wander- und  Radtourenkarte  794, Berchtesgadener Land, ISBN 3-85491-598-5;
Unser Team vom 23.07.2002: Maria Roßberg, Volker Roßberg, Aldo Bergmann

Es war eigentlich eine fixe Idee, der Hexe auf die Nase zu steigen. Das Wetter drohte schlecht zu werden und wir wollten wenigstens eine gute Klettertour machen. Und da die Hexe allgegenwärtig war, war sie ein nahe liegendes Ziel. Nur wie kommt man auf die Nase?  Es ging  also zunächst in einen Buchladen - der  o.g.  Alpenvereinsführer wurde gekauft.
Der Rest war klar - und wenig später wagt Aldo den Einstieg in die ca. 50m hohe Rinne. Eigentlich stellt diese alpine dritte Schwierigkeit für den, der sächsische Verhältnisse gewohnt ist, kein Problem dar. Weder die  Schlüsselstelle  am Einstieg noch der Rest sind kompliziert. (Bild 3, letzte Steilstufe vor dem Gipfel) Zudem ist die Tour sehr gut gesichert.
Nach drei Seillängen und in Vollsicherung erreichten wir als Dreierseilschaft nach ca. 120 hm in 90 min den Gipfel. Wer diese Tour free solo steigt, dürfte in ca. 20 min oben sein.
Hier oben waren wir echte "Popel" einer Hexe :-) (Bild 4) Bild 5 zeigt dann Maria und Aldo an der ersten Abseilstelle, aufgenommen vom Gipfel. Im Hintergrund Bad Reichenhall.

Die schlafende Hexe im Lattengirge, die Nase ist der Große Rotofenturm Großer Rotofenturm - Die einzige etwas anspruchsvolle Stelle - der Einstieg Großer Rotofenturm - Auf den letzten Metern vorm Gipfel Großer Rotofenturm - Maria, Volker und ich auf dem Gipfel

Großer Rotofenturm - An der ersten Abseilöse, im Hintergrund Bad Reichenhall Großer Rotofenturm - In der ersten Abseillänge, gut sichtbar die Scharte zwischen Großem und Kleinen Rotofenturm Großer Rotofenturm - Volker fast wieder am Einstieg - nach einer lohnenswerten Tour Großer Rotofenturm - Nach der Tour auf dem Wanderpfad, der genau an den beiden Türmen vorbei führt, dem Rotofensattel

Bild 6 zeigt Maria in der ersten Abseillänge, im Hintergrund ist die Scharte zwischen Großen und Kleinen Rotofenturm sehr gut zu erkennen.
Nun, und auf Bild 7 legt Volker die letzten Abseilmeter zum Einstieg zurück.Und was hat uns dieser Tag neben einer herrlichen Kletterei  im ausgesetzten Gelände mit herrlichem Talblick noch gebracht? Ganz einfach: die Gier nach noch mehr solchen Touren.

Diese Tour empfehlen wir unbedingt weiter, vor allem für alpine Anfänger, wie wir es damals waren, ist sie hervorragend geeignet.

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