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rosssteinnadel mRoßsteinnadel, 1620 m, (Mangfallgebirge)
Westgrat (auch: Westkante) III

Die Roßsteinnadel ist ein recht kühner Felsen im unmittelbaren Einzugsbereich der Tegernseer Hütte. Neben dem Roß- und Buchstein bietet sie ein eigenständiges Gipfelziel mit vielen überwiegend schwereren Kletterrouten. Bei uns im Elbsandstein würde allerdings keiner von einer „Nadel" reden, allenfalls von einer „Scheibe".
Aber angesichts der mächtigen Nachbarn können wir das hier gelten lassen ;)

germanyWir als gemäßigte Genusskletterer haben uns an der Roßsteinnadel für den klassischen und einfachsten Aufstieg, nämlich den Westgrat (andere Quellen sprechen auch von „Westkante") entschieden. Vorgefunden haben wir dann eine wunderschöne, im oberen Teil ausgesetzte aber bestens gesicherte Gratkletterei im dritten Schwierigkeitsgrad UIAA. Eine Tour, die zum Warmwerden und zum Genießen einfach nur zu empfehlen ist.
Bilder 1 bis 4 sollen einen kleinen Überblick über diesen Felsen verschaffen: Bild 1 - aufgenommen vom Zustieg zum Klettersteig, Bild 2 - von den Einstiegen der benachbarten Kletterwege am Roßstein aufgenommen, Bild 3 - der Gipfel aus Sicht des oberen Teils des Klettersteigs und Bild 4 - Blick vom Zustieg in die Scharte auf die Westkante und die Nordwand.

Zustieg: Wie unter Tegernseer Hütte beschrieben ab PP Bayerwald (ca. 1 Std. 45 min) oder aber von der Hütte kommend den Klettersteig absteigen. Die Rinne, durch die man den Klettersteig von unten kommend recht, von oben kommend links in die Scharte verlasen kann, ist nicht zu übersehen.

Literatur: Tourendisk "Bayrische Voralpen / Nordtirol", Bergverlag  Rother,
Karte: Alpenvereinskarte Nr. 7/1  Tegernsee - Schliersee, Maßstab 1:25.000;
Unser Team am 18.09.2007: Aldo Bergmann, Thomas Kobbe

So sieht man die Rosssteinnadel im Zustieg vom Tal - von Nadel nix zu merken ;) Und hier aus Sicht des Zustieges zur Zwerglrutschbahn am Roßstein - na wenn das mal keine Nadel ist! Wenn man sich auf der Steiganlage der Tegernseeer Hütte nähert, hat man wiederum diesen direkten Blick zum Gipfelkreuz. Zustieg zur Kletterei - Scharte zum Roßstein

Seilfitz - naja, gehört eben immer wieder einmal dazu ;) Auf dem Gipfel, im Hintergrund die Tegernseeer Hütte. Thomas auf den letzten Metern zum Gipfelkreuz. Blick vom Gipfelkreuz hoch zur Tegernseer Hütte

Viel zu berichten gibt es von dieser Kletterei eigentlich nicht, dazu ist sie mit etwa 35 Klettermeter viel zu kurz. Die Bilder 5 bis 10 sollen aber einen kleinen Eindruck von dem vermitteln, was einen dort erwartet.
Nun, und wo geklettert und gesichert wird, beginnt jede Tour gleich: Vorbereitung des Seils (Bild 5). Nach nur wenigen Minuten ist man dann allerdings auch schon auf dem Gipfel, wobei es gar nicht so einfach ist, von der Schulter, die man nach ca. 10m erreicht, auf den Grat zu kommen. Diese Stelle - mit Ring sehr gut gesichert - könnte auch als III+ durchgehen.
Bild 6: Standplatz auf dem Gipfel, im Hintergrund die Tegernseer Hütte; Bild 7: Thomas Kobbe erreicht den Gipfel und beendet damit seine erste echte alpine Kletterei. Zum Abseilen muss man nordseitig etwa 5m abklettern und dann geht es über etwa 27 m zurück in die Scharte. (Bilder 8 und 9)
Bilder 10 und 11 sollen interessierten Kletterern eine kleine Hilfe sein, sich hier schnell zurecht zu finden.

Und natürlich gibt es auch eine Abseilmöglichkeit - da fühlt der Sachsenkletterer sich wohl ;) Die Abseilwand aus der Scharte aufgenommen Rosssteinnadel Westgrat Topo Unsere Route

Fazit: Eine schöne ausgesetzte und bestens gesicherte Kletterei, die den langen Zustieg zwar nicht lohnt, die man aber mitnehmen sollte, wenn man in dieser Gegend kletternd unterwegs ist.
In der Scharte zum Roßstein finden sich übrigens zahlreiche weitere eingebohrte Routen im Stile eines Klettergartens.

Empfohlene alpine Links

 

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