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toepferbaudeGanz oben - und doch kein Gipfel
Mit Dirk Wiesner auf Quackenjagd
19. bis 21.06.2009

Als wir im April dieses Jahres mit Kerstin und Volker Roßberg im Zittauer Gebirge unterwegs waren, ist eine interessante Idee geboren worden. Denn nachdem wir damals rein zufällig auf die Quacke „Novize" gestoßen waren und sie auch erstiegen hatten, gab es folgende Überlegung: man könnte doch anstatt offizieller Klettergipfel mal ganz gezielt nur Quacken suchen und sie ersteigen! Im Zittauer Gebirge ist das entgegen dem Elbsandsteingebirge nicht nur erlaubt, sondern dieses kleine Gebirge ist ein regelrechtes Quackenparadies.

Also hatte ich mit Hilfe alter und neuer Kletterführer, präziser Landkarten und des Internets begonnen, nach Quacken zu suchen. Das ging auch ganz gut, war aber mühselig. Irgendwann tauchte dann ganz unverhofft das Wort „Quackenführer" auf, wenig später hatte ich ein Exemplar dieses nicht im Buchhandel erhältlichen Kletterführers der ganz anderen Art in der Hand!

Und mit diesem Quackenführer im Gepäck war es nun über die Tage der Sommersonnenwende 2009 mit Dirk Wiesner ins Zittauer Gebirge gegangen.
Während wir am Freitagabend völlig problemlos die ja auch mitten auf dem Weg neben unserem Quartier stehende Quacke „Opferstein" besteigen konnten, wurden wir am Samstag von der bitterbösen Realität eingeholt. Denn das Schwerste ist es nicht unbedingt, Quacken zu besteigen (selbst wenn es da hammerschwere Teile gibt), sondern sie zu finden!
Ehe wir gemerkt hatten, dass der „heilige" Quackenführer eine völlig ungenaue und teilweise falsche Karte hat, waren wir im Bereich des Kleinen Töpfers schon fast verzweifelnd längere Zeit durch Schluchten, über Höhenzüge und durch Gebüsche unterwegs! Es gab da alles Mögliche! Nur nicht die Quacken am angegebenen Ort!
Dann aber, schon fast gegen Mittag, stand etwas vor uns, was nur eine Quacke sein konnte! Nur welche ist das?
Anhand der Anstiegsskizze im Führer war das Rätsel bald gelöst, unsere Brust schwoll an, denn ganz zufällig standen wir vor ihr: der Quacke aller Quacken namens „Quacke". Nun sollte es uns egal sein, dass sie laut Karte hier überhaupt nicht hätte stehen dürfen, wir erstiegen das niedliche Teilchen und kamen zur nächsten Erkenntnis: so niedlich, wie eine Quacke im Verhältnis zu den großen Gipfeln auch sein mag, man darf sie nicht unterschätzen! Es muss auch hier geklettert werden!

So lässt man es sich gefallen - Frühstück auf der Terrasse der Toepferbaude mit Blick auf Zittau, Polen und Tschechien Nichts für uns - der Kleine Kelch, eine sauschwere Quacke (Alter Weg VIIa) Auf dem Gipfel der Scharfensteinspitze Klein aber nicht ganz einfach - Hangelrippe am S'Guckl

Wenig später standen wir völlig überrascht vorm „S' Guckl", einer Quacke ohne Abseilöse und mit einem richtig schweren Anstieg, der angeblich nur III sein soll, meiner Meinung nach aber nicht unter V weggeht! Da zurück klettern also nicht ging, haben wir unseren Pioniergeist erwachen lassen und das Abseilproblem auf unsere Art geklärt. Siehe Foto ;)
Dann aber wurden wir wieder Opfer der falschen Karte und sind schließlich, schon ziemlich vom Umherirren geschafft, zum Bier in der Töpferbaude eingekehrt.
Später haben wir dann noch den Eisengassenturm gefunden und erstiegen, von der Scharfensteinnadel, eine grandiose Quacke, wussten wir, wo sie steht, eben am Scharfenstein, den jeder kennen sollte, der mal Im Zittauer Gebirge unterwegs war.

Am Sonntag war die Luft dann aber raus, der Samstag hatte gezehrt!
Kurz entschlossen haben wir das Töpfergebiet verlassen, sind den Johnsdorfer Klettersteig gegangen und haben dort auf dem Abstieg noch die Quacke "Zigeunerwand" erstiegen. Das sollte es dann aber gewesen sein, nun ging es zügig zurück nach Cottbus — ein bissele wollten wir ja vom dortigen Stadtfest auch noch mitbekommen.
Da hat dann allerdings der Regen eingesetzt, der für das Zittauer Gebirge angesagt war, uns dort aber verschont hatte!
So waren wir an diesem Wochenende also sechsmal ganz oben — und haben doch keinen Gipfel! Dafür sechs Quacken, jede mit ihrem eigenen Abenteuer und alle insgesamt mit einem Fazit: das war echt schön, das hat richtig Spaß gemacht, das machen wir bald wieder!  Quacke heil!
Diesem Bericht wird demnächst eine Übersicht der bisher erstiegenen Quacken mit Detailinformationen folgen.

Die Quacken dieser Tour
Opferstein - Leichter Weg - I
Quacke - Übertritt - II
S' Guckl - Alter Weg - III (deutlich schwerer)
Eisengassenturm - Alter Weg - II
Scharfensteinnadel - Alter Weg - II
Zigeunerwand - Leichter Weg - III

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