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Volkers Beginn: Der erste Gipfel

Volkers erster Gipfel

Familienurlaub in den Alpen anno 1996. Wir wanderten herrlich im Tal und trauten uns manchmal sogar ein wenig höher. Der Respekt vor den hohen Bergen, geschürt durch die Furcht erregenden Beschreibungen und Warnungen in der Wanderlektüre des Meraner Landes, hielt uns aber vor „Höherem“ ab. Da Paul mit 8 Jahren auch für Hochtouren noch nicht geeignet war, gab es noch ein weiteres Handicap. Durch einen Zufall war es uns möglich, den geplanten Urlaub 2 Tage zu verlängern. Das war mein Moment! In Abstimmung mit dem Rest der Familie stieg ich am 22.06. 1996 allein zu Spronser Rötelspitze (2.620 m) auf. Reinhold M. wäre stolz auf mich gewesen. Mein erster Gipfelsturm und gleich „by fair means“ (auch ohne Sauerstoffgrät ;-) ). Ich begann den Aufstieg morgens um 6.00 Uhr beim Obermeierhof in Partschins   (700 m), unserem Quartier und hielt mich wacker bis zum Hochganghaus (1800 m). Hier zog ich erst einmal zwei große Zitronenlimonaden in mich hinein, wovon die erste vor Erreichen des Magens schon „verdampfte“. Weiter ging es die wirklich nicht ungefährliche Hochgangscharte hinauf. Besonders wenn im oberen Teil Schafe und Ziegen das kärgliche Gras wegzupfen, kommt der eine oder andere Stein mal eben so angepfiffen..... Nach kurzer Rast, Wasser gibt es hier am Wege genug, ging es hinauf zur Rötelspitze. Gut eine ¾ Stunde brauchte ich noch, um mich über teils wacklige Platten zum Gipfelkreuz vorzuarbeiten. Dort angekommen stieß ich erst einmal einen Freudenschrei aus. MEIN ERSTER GIPFEL !!!! Mein erster Eintrag in ein Gipfelbuch. Ein Hochgefühl !!!! Nachdem ich vergeblich auf eine Wolkenlücke, das Wetter verschlechterte sich zusehends, zum fotografieren gewartet hatte, macht ich mich an den Abstieg auf gleicher Tour. In tieferen Lagen konnte ich dann auch die Natur richtig genießen, da Abstiege bekanntlich weniger anstrengend sind und auch die Wolken sich nicht unter die 2.000-er Marke trauten. Ein Bier auf den ersten Gipfelerfolg am Hochganghaus und es ging hinab in Tal, zur Familie, welche durch mein Erscheinen von den schlimmsten Befürchtungen erlöst wurde.
Das war mein entscheidender Bergtag. Der Virus hatte mich gepackt und wird mich sicher auch nicht mehr loslassen.
Später folgten ein Kletterkurs und die ersten Erfahrungen im Elbsandstein - und Paul und Maria fanden diese Art des "Zeitvertreibs" zum Glück auch ganz nett.

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