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kleiner zschinsteinturmTour 07/2017
Comeback am Zschirnstein mit ukrainischem Finale

Das Seil läuft jetzt deutlich schneller durch das Sicherungsgerät, ich muss zügig nachholen. Kurz darauf ist es dann soweit: Fechi macht den letzten entscheidenden Zug und ist freudestrahlend auf dem Gipfel. Auch ich freue mich. Es folgt das traditionelle Händeschütteln und „Berg heil!“, dann ist es vollbracht. Dieser Klettertag war schon jetzt seine Reise wert!

Der erfahrene Kletterer wird sich nun sicherlich fragen, welchen besonderen Gipfel wir da „gerissen“ haben. Gar keinen! Zwar ist der Kleine Zschirnsteinturm ein herausragender Aussichtgipfel am Großen Zschirnstein, aber weder er noch der von uns begangene Alte Weg III* sind Meisterstücke des Bergsteigens.
Es waren wieder einmal die kleinen Dinge des Lebens, die uns und vor allen Fechi haben strahlen lassen: nach fast 1 ½ Jahren und einer recht heftigen Knieoperation war er erstmals, gemeinsam mit mir, Almuth, Katrin und Steffen, wieder kletternd mit im Elbsandsteingebirge. Ursprünglich wollte er nur „einfach mal wieder mit“, zusehen, dabei sein. Aber als am Morgen auch sein Kletterseil mit im Kofferraum landete, war klar, dass es durchaus auch mehr sein durfte!

Ich hatte für unseren Tourentag den Großen Zschirnstein gewählt, zum Einen ist das ein herrlicher Aussichtpunkt, zum Anderen fehlten mir hier (u.a.) noch die Gipfel Kleiner Zschirnsteinturm und der Rentnerturm.

Angekommen am Aussichtspunkt auf dem Gipfel des Großen Zschirnsteins Es geht los – am Einstieg des Alten Weges III am Kleinen Zschirnsteinturm Fechi im unangenehm abdrängenden Mittelteil des Kletterweges Selfi nach dem Kletter-Comeback auf dem Gipfel

Gegenlichtspiele beim Nachstieg der anderen Teammitglieder Bevor es weiter geht, müssen erst einmal alle wieder vom Gipfel Almuth und Katrin studieren den Kletterführer nach weiteren Touren Jubel auf dem Gipfel Rentnerturm nach dem erfolgreichen Vorstieg

Der Rentnerturm wurde dann auch der zweite echte Höhepunkt des Tages: nach der kniffligen und technisch gar nicht so einfachen Dreierkletterei wollte Fechi hier aufs Ganze gehen uns die Nordostkante, eine II, vorsteigen. Auch das klappte bestens, und dank Almuth, die das Geschehen vom danebenliegenden Massiv beobachtet hat, gibt es zu dieser Tour ganz nette Fotos.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz schlossen wir unseren Klettertag noch am Kleinen Zschirnstein, hier am extrem schwer zu findenden Winkelblock, den nur Almuth und ich bereits in der Sammlung hatten, ab.

Im Nachstieg auf den letzten Metern des Nordostgrates Gipfel des Rentnerturms, es sieht aus, als säße man auf dem Massiv … … aber eine breite Schlucht liegt dazwischen. Almuth am Fotopoint. Basislager in der grünen feuchten Schlucht vor dem Gipfel Winkelblock

Katrin im Vorstieg des leichten aber feuchten Alten Weges am Winkelblock Almuth in der Südrippe, III, dem einzig lohnenden Weg an diesem Gipfel Hauptproblem am Winkelblock: finden und Zu- und Abgang zu dieser Quacke Tageswerk vollbracht, auf dem Weg zur Zschirnsteinbaude Kleingießhübel

Einen netten unerwarteten Höhepunkt erlebten wir dann noch am Ausgangs- und Zielort Kleingießhübel, genauer gesagt in der Zschirnsteinbaude.
Dort haben seit unserem letzten Besuch im Sommer 2016 die Inhaber gewechselt. Was wir nun anhand des Dialekts der netten Inhaberin vermuteten, dass sie, wie nur zu oft im dortigen Grenzgebiet, Tschechin sei, war falsch. Sie sei Ukrainerin! Tatsächlich standen u.a. ukrainische Bratwurst, Borschtsch und Pelmeni auf der Speisekarte.
Überraschend anders, lecker und nett – dieses Gasthaus können wir nur empfehlen und werden ganz sicher demnächst mal wieder vorbei schauen.

Ein rundum gelungener Klettertag, Herz, was willst du mehr!

Bilder dieses Beitrages stammen auch von Steffen Suski, Almuth Dictus und Dirk Fechner

panorama vom zschirnstein

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