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Sextener Rotwand Croda Rossa di SestoSextener Rotwand / Croda Rossa di Sesto
2956 m

Die Sextener Rotwand ist der "Zehner" der Sextener Sonnenuhr und thront gemeinsam mit seinem wenige Meter höheren Nachbarn, dem "Elfer", hoch über Sexten in den Sextener Dolomiten. Sie ist ein beliebter Aussichtsgipfel, auf den neben vielen Kletterrouten zahlreiche teilweise sehr schwere Klettersteige führen. Darunter auch der angeblich und wohl auch tatsächlich leichteste Klettersteig der Alpen - der "Klettersteig von den Rotwandwiesen" mit seiner  "Klettersteig-Variante über die Rotwandköpfe".

flagge italienFür diesen Klettersteig - Aufstieg über die Variante, Abstieg auf dem Normalweg - haben wir uns angesichts anhaltenden Regens am 15.09.2004 entschieden. Allerdings war die Tour wegen des nassen Gesteins und der recht schlechten Sicht dadurch alles andere als wirklich leicht.
Talort und Ausgangspunkt:
Rotwandwiesen - zu Fuß in 1 Std. Gehzeit oder mit der Gondelbahn einfacher und schneller ab Sexten/Moos zu erreichen.

Anforderungen:
I, kurz vor dem Gipfel eine Stelle II, überwiegend Gehgelände, sehr gut gesichert,
Höhendifferenz ab Rotwandwiesen ca. 1100 hm, Aufstieg: 3:30 Stunden, Abstieg 2:30 Stunden, für Anfänger und Kinder hervorragend geeignet, auch bei schlechtem Wetter gut machbar;

Die Führe:
Völlig problemlos auf gut markiertem Weg über die Rotwandköpfe zum Gipfel und über "Burgstall" zurück zum Ausgangspunkt.

Literatur:
Goedeke, "Alpenvereinsführer Sextener Dolomiten extrem", Bergverlag  Rother, ISBN 3-7633-1255-2

Karte: Kompass 625, Sextener Dolomiten, ISBN 3-87051-749-2;

So kann es einem gehen: mitten im Kletterparadies Dolomiten und dann Sauwetter! Um wenigstens unterwegs zu sein, machten sich Thomas Herrmann, Steffen Große und Aldo an diesem trüben 15.09.2004 auf den Weg zur Rotwandspitze: Schnee war nicht zu erwarten, der Steig war leicht (Aldo kannte die Führe ) naja, und was die Nässe betraf, musste halt mit der gebotenen Vorsicht gestiegen werden.

Bilder 2 bis 3 vermitteln einen Eindruck über den landschaftlich sehr reizvollen aber teilweise sehr ausgesetzten Steig über die Rotwandköpfe. Was hier völlig vernebelt ist,  ist der bei gutem Wetter gigantische Tief- und Ausblick auf die Traumlandschaft der Sextener Dolomiten.
Bilder 7 bis 8 zeigen die eigentlich "schwersten" Stellen der Tour, zum Einen der Leiteraufstieg von den Rotwandköpfen in die Rotwand, zum Anderen die ca. 15m hohe Steilstufe wenige Meter vor Erreichen des Gipfels.

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Etwas Besonderes hatte diese Tour: im ersten Weltkrieg hatte auch auf diesem Gipfel der Irrsinn des Alpenkrieges seine übelsten Ausmaße erreicht.  Immer wieder ging es an erstaunlich gut erhaltenen Kriegsstellungen vorbei und der Gipfel selbst hat etwas von einer Festung. Der Nebel machte das alles verdammt mystisch und man kam sich vor, wie zu einer anderen Zeit in einer fremden Welt. (Bilder 9, 12, 13 - auf Bild 12 erklärt der "Teamarzt" um welche menschlichen Knochen es sich handelt, die dort an der Gedenktafel für die Opfer des Kampfes um die Rotwandspitze einfach so herum liegen!)

Der Abstieg über den Original-Klettersteig ist völlig problemlos, lediglich der Einstieg in die Abstiegsrinne will gekonnt sein. (Bild 15) Nicht wegen der Schwierigkeit, sondern wegen des Gerölls. Tourengeher, die sich unter einem in der Rinne befinden, werden einen dankbar sein. Für unsere Begriffe die objektiv gefährlichste Stelle des Klettersteiges, an der das Gehen ohne Helm schon grober Leichtsinn sein dürfte.
Nun, was man auf dem letzten Bild nicht erkennt - es gießt in Strömen!!! Aber der Ziel- und Ausgangspunkt, die Bergstation der Seilbahn auf den Rotwandwiesen, ist in Sicht!

Webcam mit Blick auf die auf die Sextener Sonnenuhr
mit freundlicher Genehmigung von
www.simedia.eu und Berghotel Sexten

webcam sextener sonnenuhr

Fazit: 
Trotz schlechter Sicht und ekelhafter Nässe hat die Tour Spaß gemacht. Das Gehen und Steigen im nassen Fels war ein gutes Training.
Wenn das Wetter aber stimmt, dann ist diese Tour ein empfehlenswertes Unternehmen  auch für Familientouren. Ein wenig Erfahrung,  vor allem aber die richtige Ausrüstung,  sind natürlich unbedingte Voraussetzungen.

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