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Alpspitz-Ferrata Nordwand der AlpspitzeAlpspitze, 2629m
Alpspitz-Ferrata - Ostgrat   - Nordwandsteig

Die Alpspitze ist eine formschöne Felspyramide, die aus Norden kommend schon von weitem sichtbar  majestätisch über Garmisch-Patenkirchen aufragt. Sie scheint aus dieser Perspektive selbst die mehr als 300 m höhere Zugspitze zu überragen. Was auf den ersten Blick kaum möglich scheint: sie ist ein idealer Berg für alle möglichen bergsportlichen Spielarten, vom Sportklettern in der Nordflanke, Erwandern aus dem Grieskar, über Winterbergsteigen bis hin zu zahlreichen gut ausgebauten Klettersteigen. Dabei ist die "Alpspitz-Ferrata", auch "Nordwand-Ferrata" genannt, der wohl bekannteste Klettersteig. Er ist aber auch Ausdruck dafür, wie man einen Berg mit Metall verunstalten und gut gemeinte Sicherheit übertreiben kann.

flagge germanyWir sind ihn in Kombination mit dem Abstieg über den Ostgrat und die anschließende Querung durch die Nordwand zurück zum Ausgangspunkt gestiegen.

Talort und Ausgangspunkt:
Garmisch-Patenkirchen, Bergstation der Osterfelderkopf-Bahn;

Anforderungen:
Im Abstieg teilweise I abklettern, ansonsten für jeden halbwegs ambitionierten Klettersteiggeher geeignet, auch für Kinder zu empfehlen. Aber Achtung: trotzdem nicht unterschätzen!

Der Zustieg: 
Von der Bergstation der Osterfelderkopf-Bahn auf markiertem Steig in ca. 10 min zum Einstieg.

Die Route:
Am Einstieg steht ein Wegweiser, dann immer den Leitern und Seilen nach, ca. 1 1/2 Stunden zum Gipfel.

Der Abstieg:
Unsere Version: über den Ostgrat (auf Markierungen achten und nicht in die steinschlaggefährdete Ostflanke absteigen) in Richtung Schöngänge, bei Markierung (Schild) auf den Nordwandsteig wechseln und auf diesem die Nordwand zurück zum Einstieg queren. Ebenfalls ca. 1 1/2 Stunden.

Literatur:
"Wetterstein", Alpenvereinsführer, Bergverlag Rother - München, ISBN 3-7633-1119-X;

Karte: 
Alpenvereinskarte 4/2 Wetterstein und Mieminger Gebirge, mittleres Blatt, mit Wegmarkierungen, Maßstab 1:25.000;

Unser Team vom 30.07.2005:
Simone Krüger, Hans-Torsten Krüger, Aldo Bergmann

Der 30. Juli 2005 war der Tag nach unserem Aufstieg auf die Zugspitze via Höllental. Das Wetter war zwar umgeschlagen, aber insbesondere Simone und Hans-Torsten wollten es trotz der Spuren, die der Vortag an der Kondition hinterlassen hatte, noch mal wissen.

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Die Alpspitze via Alpspitz-Ferrata war da geradezu ideal, denn mit der Osterfelderkopf-Seilbahn wird man bis fast an den Einstieg transportiert.
Allerdings war das Wetter dann doch schlechter als erwartet, leichter Regen, Nebel, nur selten Sicht! Wenigstens gab es keine Gewitter, die hatten sich hier am Vorabend und in der Nacht schon ausgetobt. Ein großer Vorteil dieser ungünstigen Wetterlage: wir waren nur mit wenigen Bergsteigern unterwegs, bei schönem Wetter soll hier oben Massenandrang herrschen.
Der Gipfel war zügig und problemlos erreicht, oben schien dann sogar kurzzeitig die Sonne.

Kompliziert wurde dann aber der Abstieg im Nebel. Erst nach mehreren Versuchen wurde der richtige Weg über den Ostgrat gefunden, der, wenn man ihn einmal hat, durch Markierungen und Versicherungen kaum noch zu verfehlen ist.
Den Wechsel in den Nordwandsteig hatten wir aber schon hinter uns - zu verlockend war der breite Pfad nach unten, der ein nahes Ziel vorgetäuscht hatte. Hier hatten uns andere Bergsteiger im Nebel zurück gerufen.

Der Nordwandsteig, der nahezu waagerecht durch die Nordwand zurück zum Einstieg verläuft, ist dann einfach nur noch ein Genuss.
Mehr Kommentare findest Du in der Galerie bei den jeweiligen Bildern.

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Unser Fazit:
Eine lohnende Tour, auch bei schlechtem Wetter gut machbar (nur nicht bei Gewitter - das wäre Klettern am Blitzableiter) und für Anfänger und Kinder bestens geeignet.
Und: Danke an Matthias Bölke für das herrliche Bild der Alpspitze oben und die beiden letzten Bilder, die er mir zur Verfügung gestellt hat, da mir solche Aufnahmen wegen des schlechten Wetters nicht möglich waren.

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